HMB2
Mit HMB1 und HMB2 erprobte Thyssen-Henschel ab 1974 in Kassel den Langstator-Antrieb im Fahrweg. Diese Technik wurde wegweisend für alle späteren Transrapid-Fahrzeuge.

Der Antrieb wandert in den Fahrweg
Der Langstator aus Kassel wurde zum Herzstück des Transrapid.
Fahrzeuge mit Kurzstatortechnik hatten Nachteile. Weil der Antrieb im Fahrzeug sitzt, muss die Antriebsenergie über Stromschienen übertragen werden, eine Art Oberleitung. Das erzeugt Geräusche und mechanischen Verschleiß. Außerdem wurden die Fahrzeuge zu groß und schwer, da sie die gesamte Antriebsleistung mitführen mussten.
1974 begann Thyssen-Henschel gemeinsam mit der Technischen Universität Braunschweig, ein effizientes Langstator-Antriebssystem für das EMS-System zu entwickeln. Die Vorteile: deutlich leichtere Fahrzeuge, der Antrieb im Fahrweg, sehr hohe Beschleunigung und hohe Leistungsspitzen.
- HMB1: 1974 entstand in Kassel die erste, 102 Meter lange Strecke für dieses System. Darauf wurde zunächst ein 2,5 t schweres Gestell erprobt. Es bewies die Vorteile und die technische Machbarkeit. Die Befürchtung, das Magnetfeld des Fahrzeugs zum Tragen und Führen könnte das Wanderfeld des Fahrwegs für den Antrieb stören, bestätigte sich nicht.
- HMB2: Aus dem Schwebegestell entstand später ein Fahrzeug, der HMB2. Er erreichte 36 km/h und bot Platz für bis zu vier Fahrgäste.
Steckbrief
- Baujahr
- 1974 / 1976
- Betrieb
- 1974–1981
- Firma
- Thyssen-Henschel
- Strecke
- 102 m Teststrecke im Henschel-Werk
- System
- Synchron-Langstator-Linearmotor
- Luftspalt
- 8,5 mm
- Nenngeschwindigkeit
- 25 km/h
- Erreichte Maximalgeschwindigkeit
- 36 km/h
- Produzierte Fahrzeugeinheiten
- 1
- Leergewicht
- 1,6 t
- Nutzlast
- 350 kg
- Sitzplätze
- 4
- Stehplätze
- –
- Länge
- 5,3 m
- Breite
- 1,65 m
- Höhe
- 1,8 m
Heute im Technik Museum Kassel
Der HMB2 ist erhalten und steht im Technik Museum Kassel, gemeinsam mit dem Transrapid 05.





















